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Dieses Thema hat 3 Antworten
und wurde 532 mal aufgerufen
 Modellvorstellungen
Guardian Offline



Beiträge: 103

30.11.2020 17:30
Dapol GWR 43XX class Antworten

GWR Churchward 43XX class (Dapol)


Kürzlich lieferte Dapol die ersten Exemplare der neu konstruierten GWR class 43XX aus. Grund genug, das überaus gelungene Modell kurz vorzustellen.


GWR 43XX (Mogul) class no. 6036, Dapol 4S-043-001.

Die Maschinen der 43XX-Klasse der Great Western Railways waren für den leichten bis mittleren Dienst auf untergeordneten Hauptbahnen und Nebenbahnen unter Einhaltung einer Achslast von 18 t gedacht. Sie entstanden unter der Federführung von G.J. Churchward im Jahre 1911. Der Entwurf kombinierte bereits von anderen Typen vorhandene Bauteile mit dem Standard-Kessel Nr. 4. Das klappte so reibungslos, dass nicht einmal Prototypen erforderlich waren. Die Maschinen waren als 1‘ C h2 Schlepptenderlok ausgelegt und wurden aufgrund der Achsfolge schlicht als „Mogul“ bezeichnet (international bezeichnet Mogul eigentlich nur die Achsfolge 1‘ C, aber bei der GWR waren es eben die einzigen Moguls).

Die Maschine hat ein Heißdampf-Triebwerk mit den Dimensionen 470x762 mm, der Durchmesser der Kuppelräder beträgt 1727 mm, derjenige der Laufräder 965 mm. Die Gesamtheizfläche beträgt 125,39 m[sup]2[/sup], die Überhitzerheizfläche 11,96 m[sup]2[/sup] und die Rostfläche 1,91 m[sup]2[/sup]. Die Zylinder sind außen liegend, während die Steuerung innen liegend ist.

Die GWR beschaffte zwischen 1911 und 1932 die erhebliche Stückzahl von 342 Stück, die größtenteils von der Zentralwerkstatt Swindon gebaut wurden, 35 kamen von Stephenson in Newcastle. Infolge der langen Beschaffungszeit gab es natürlich reichlich Veränderungen, die ich jetzt nicht alle aufliste. Nur beispielsweise erwähnt seien die Verlegung der Kesselspeisung auf den Kesselscheitel, die Verwendung außen- statt innenliegender Dampfrohre oder modernere Führerhäuser mit Seitenfenster für die letzte Serie.

Die Maschinen wurden in den Nummernbereichen

4300–4399
5300-5399
6300-6399
7300-7321 sowie
9300-9319

eingeordnet. Zur Unterscheidung der Unterbauarten werden mitunter die Sub-classes verwendet, die Bezeichnung 43XX gilt übergreifend.



Fokus auf die Lok, Lokführerseite.

Mit der 43XX ist Churchward eine echte Mehrzwecklokomotive gelungen. Die Maschinen bewährten sich im mittelschweren Güterzugdienst, galten als ausgesprochen dampffreudig und waren auch bei knapp 100 km/h noch laufruhig. Dem entsprechend waren sie in den 1910er, Zwanziger und Dreißiger Jahren aus dem ländlichen Südwestengland und aus Wales nicht wegzudenken. In den Vierzigern begann ihr Stern zu sinken – zwischen 1936 und 1939 wurden einhundert Maschinen zum Umbau in Maschinen der Grange und Manor-Klassen verwendet. Es war eigentlich geplant, alle 43XX auf diese Weise umzubauen, aber der einsetzende 2. Weltkrieg beendete das Umbauprogramm abrupt. 1948 übernahm British Railways die verbliebenen 242 Maschinen, musterte jedoch bereits die ersten Exemplare aus. Die übrigen 43XX blieben bis zum Traktionswandel ab den späten Fünfzigern in ihren angestammten Einsatzbereichen, die letzten sechs schieden 1964 aus. Überlebt haben nur zwei – 5322 im Didcot Railway Centre und 9303 bei der Severn Valley Railway, beide derzeit leider nicht einsatzbereit.



Modell


Profilansicht.

Das dieses Jahr komplett neu konstruierte Modell ist allein in drei GWR-Varianten erhältlich, hier stelle ich die 6336 in brunswick green ohne Zierlinien mit „Great Western“-Schriftzug vor. Die Maschine wurde 1921 in den Swindon works erbaut. Dargestellt ist also ein Betriebszustand von der Abnahme bis (mindestens) 1934. Die Maschine hat innen liegende Einströmrohre und obenliegende Kesselspeiseventile.



Details & Finish

Die Lackierung ist in einem schön satten und das brunswick green gut treffenden Grünton mit seidenmattem Finish gehalten und einwandfrei. Die Bedruckung ist scharf geworden. Der Führerstand ist farblich ausgestaltet. Die Proportionen des Vorbilds sind sehr gut getroffen. Handläufe, Griffstangen und Aggregate weisen geringe Materialstärken auf und sind einwandfrei montiert.

Sehr schön auch das Fahrwerk: Radsätze und Treibgestänge bestehen aus Metall und sind brüniert, die Rahmenwangen sind ausgestaltet.


GWR 43XX, Heizerseite.



Technik & Laufeigenschaften

Die technische Ausstattung ist sehr ordentlich: die Lok-Tender-Verbindung und die Tenderkupplung sind kulissengeführt. Die Lok-Tender-Kupplung führt alle erforderlichen Leitungen ohne zusätzliche Kabelage. Lok und Tender sind separat in der Packung und müssen eingeclipst werden, was aber problemlos ist. Die Analogversion hat keine Beleuchtung, die Kupplungsaufnahmen entsprechen NEM 362.

Das Modell läuft aus der Packung einwandfrei, sehr leise und mit bereits analog mit guten Langsamfahreigenschaften und einem weiten Regelbereich. Die Stromabnahme erfolgt durch die Kuppel- und Tenderachsen, die Stromabnahmebasis ist also ziemlich lang. Dadurch marschiert 6336 stabil durch alle möglichen Weichenstraßen. Haftreifen sind natürlich nicht aufgezogen. Das Modell ist mittelschwer, so dass die Zugleistungen sich im üblichen Bereich für solche Modelle bewegen sollten – d.h. nicht mehr als 3 Promille und nicht mehr als vier leichte 4-achser.

Das Modell verfügt über eine NEXT18-Schnittstelle (18-polig nach NEM 662) und weist – laut Betriebsanleitung – im Kessel sowie im Tender je einen Einbauraum für einen Lautsprecher auf. Eine Schallkapsel ist als Zusatzteil mitgeliefert. Die Soundversionen sind mit Zimo-Soundecodern ausgestattet.




und weil’s so schön ist, noch einmal komplett...

Fazit

Sehr schönes Modell dieser Universalmaschine mit analog hervorragenden Laufeigenschaften.


Cheers
Mark


Irish Fan Offline




Beiträge: 1.252

21.01.2024 20:02
#2 RE: Dapol GWR 43XX class Antworten

Hallo, der Bericht von der Lok ist ja nun schon mehr als 3 Jahre alt. Mich würde mal interessieren wie zufrieden du mit der nach dieser Zeit noch bist. Ist immer noch alles OK mit dem Modell und läuft sie noch gut?

Gruß,
Andreas


Guardian Offline



Beiträge: 103

22.01.2024 14:25
#3 RE: Dapol GWR 43XX class Antworten

Moin Andreas,

die Frage verstehe ich nicht so ganz, aber es gibt keine Probleme. Besonders viel musste das Modell bei mir bisher nicht laufen. Installiert ist ein Zimo MX618N18, den gab es 2020/2021 noch. Damit ausgesprochen ruhiger und schöner Lauf.

Best,
Mark


blackmoor_vale hat sich bedankt!
Irish Fan Offline




Beiträge: 1.252

22.01.2024 21:31
#4 RE: Dapol GWR 43XX class Antworten

Danke für die Antwort. Ich habe bis jetzt noch keine Dampflok von Dapol. Ich hatte in der Vergangenheit durchaus schon Ärger mit Dampfloks von Hornby, besonders mit der 8F, sowie mit der 45xx von Bachmann und mit einer Diesellok von Heljan. Von Dapol habe ich bis jetzt nur die Class 22 und die läuft gut aber es gibt ein Problem mit dem Lichtwechsel, deshalb frage ich. Bei den Spur N Dampfern von Dapol war auch in der Vergangenheit nicht alles Gold was glänzt. Die 43xx von Dapol gefällt mir sehr gut und ich überlege mir eine zu kaufen.

Gruß,
Andreas


FelixM hat sich bedankt!
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