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Dieses Thema hat 3 Antworten
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Stephan Offline



Beiträge: 7

04.12.2016 11:39
Planung steht Antworten

Hallo zusammen,

nach über einem Jahr Zwangspause aus persönlichen Gründen bin ich wieder eingestiegen und habe meine groben Planungen abgeschlossen. Die würde ich Euch gerne vorstellen.
Meine mobile Anlage (00) ist recht klein, L-förmig mit den Außenmaßen von 160 x 120cm, jeder Flügel ist 60cm tief. Beide Platten aus Birkeleimholz habe ich auf einen Rahmenunterbau geschraubt und ist stabil. Gelagert wird alles auf drei Holzböcken. Die L-Form war mir wichtig, um auf der doch sehr kleinen Fläche der Strecke durch eine Kurve ein wenig Dynamik zu verleihen.
Ich habe mich jetzt für die Big Four entschieden, Ausrutscher nach hinten und vorn sind einkalkuliert. Auf eine bestimmte Gesellschaft will ich mich nicht festlegen, wenigstens zunächst, da ich hier im Fahrzeugangebot richtig schwelgen kann. Ein bisschen Landschaftsgestaltung wird auch kommen, wobei ich mich bei den Gebäuden auf Papiermodelle (Metcalf, Superquick) beschränken werde. Im Zweifelsfall ist weniger doch mehr, so dass mir die Auswahl bereits schwer fällt. Sicher aber werde ich eine alte Kirche mit Feldsteinmauerwerk und einen sie umgebenden Friedhof darstellen, hoffentlich, wenn das nicht zu groß wird.
Die Strecke wird 2-gleisig parallel mit Übergängen (analog, 2 Stromkreise), flankiert wird sie von einer Straße, auf der natürlich auch Automobile ihren Platz finden sollen. Auch ein Abstell- bzw. Nebengleis für die Rangiertätigkeit gehört dazu.
Zurzeit bin ich ziemlich happy, dass ich die bevorstehenden freien Tage mit der Anfangsgestaltung verbringen kann. Außerdem habe ich vor einer Woche zum ersten Mal bei Hattons geordert und rechne also bald mit meiner ersten wirklichen UK-Lok: Die "County of Devon" der GWR von Hornby, dazu 2 coaches von Hornby und Bachmann.
So viel erst mal. Freue mich über Eure Reaktionen, Anmerkungen, Tips, Kritik.
Stephan


Class150 Offline




Beiträge: 1.463

04.12.2016 12:06
#2 RE: Planung steht Antworten

Hallo Stephan,

Schön, wenn es bei Dir vorwärts geht. Ich bin mal gespannt, wie Du das umsetzen willst und würde mich über erste Skizzen freuen. Auf der Fläche in 00 zu arbeiten ist mutig. Mein 00-Nebenprojekt wird gestreckt 1,80 x 0,50 m und umfasst nur einen Haltepunkt mit ein paar Industrieanschlüssen. Einen Fiddleyard gibt es nicht, weil es alleine als Rangierspiel ("Timesaver") dient und dank FREMO-Norm für Betrieb mit Verkehr zur Außenwelt in größere Arrangements eingebunden werden soll. Insofern bin ich gespannt, wie Du die Platzproblematik lösen wirst. Diese Abmessungen hätten eigentlich nach N geschrien, aber es gibt keine zu kleinen Anlagen, nur zu große Themen.

Wirst Du die Gebäude, Schilder und Signale auswechselbar machen? Jede der großen vier hatte ihren eigenen Baustil, eigene Signale und auch die "zivile" Architektur unterscheidet sich in einem so großen Land regional so deutlich, dass man gerade in ländlichen Regionen teils an den Häusern erkennen kann wo man ist. Da gibt es Gegenden mit Fachwerk und welche wo massiv gemauert wurde. Die Mauersteine konnten unbehauener oder behauener Naturstein sein oder gebrannte Ziegeln, deren Farbe sich durch die verwendete Tonerde regional deutlich unterscheiden konnte. Dächer wurden regional mit Schiefer, gebrannten Dachziegeln, Holzschindeln oder Reet gedeckt. Das sind interessante Herausforderungen, denen Du Dich da stellst und als jemand, der sich selbst auch nie so richtig entscheiden kann (eher auf der Zeitachse als in der Region) bin ich auf Deine Lösungsansätze gespannt.

Viele Grüße
Mirko

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Stephan Offline



Beiträge: 7

04.12.2016 17:28
#3 RE: Planung steht Antworten

Hallo Mirko,

Danke für Deine offenen Worte. Du hast schon recht, man sollte wissen was man will. Was den Platz angeht, da bin ich leider bereits am Limit. Ich rechne damit, in ein bis zwei Jahren meine Wohnsituation zu verändern und dann platzmäßig auch besser gestellt zu sein. Bis dahin muss es so gehen, sonst müßte ich ganz darauf verzichten. Was die Vielzahl an Gebäudetypen angeht, hast Du natürlich recht. Aber ich kenne GB wirklich nicht gut genug, um die Realität original abzubilden. Außer London war ich 2 mal in Hastings, ein mal Canterbury und, Mitte der 70er, während eines Schüleraustausches in Wantage, Oxfordshire. Letzteres war GWR-Gebiet. Schaut man sich nun Bilder an, sieht man Häuser mit gelben und roten Klinkern, gekalkt, mit Fachwerk durchsetzt und ohne, Fachwerk, Putzbauten und Bruchstein. Auch wenn der rote Klinker überwiegt, scheinen der Möglichkeiten viele. Die Landschaft ist hügelig, was allenfalls für den Hintergrund von Bedeutung wäre. Über die Signale habe ich mir in der Tat noch überhaupt keine Gedanken gemacht, aber bei einer GWR-Station wäre das schon geklärt. Die Puristen mögen mir verzeihen, aber möchte ich, spezialisiert auf GWR, auf Loks anderer Gesellschaften verzichten? Die Antwort lautet: Nein. Ich habe derweil keine Probleme, eine LMS-Lok an einer GWR-Station halten zu lassen. Mir ist wichtig, ein wenig englisches Flair auf der Anlage zu haben, so authentisch wie möglich natürlich, gegründet auf Recherche. Und ich muss jetzt einfach mal anfangen. Vielleicht sehe ich das in einem Jahr bereits entschieden anders, aber der Weg ist das Ziel.
Zu gucken gibt's jetzt noch nicht viel außer der Platte, Bilder werde ich aber nachreichen.
Freue mich weiterhin über Reaktionen. Danke und Grüße,

Stephan


Class150 Offline




Beiträge: 1.463

04.12.2016 18:01
#4 RE: Planung steht Antworten

Hallo Stephan,

Für zwei Gesellschaften gibt es immer die Universalentschuldigung "Joint Railway". Das waren Strecken, auf denen zwei Privatbahnen gemeinsam operierten. Und gerade GWR und LMS hatten eine lange gemeinsame Grenze und etliche Betreiber solcher Joint Railways beim Grouping geschluckt. Das wurde dann auch im Normalfall nicht angefasst und blieb unter den Big Four auch eine. Nur dass dann statt z.B. "Cambrian Railways" und "Midland Railway" eben "GWR" und "LMS" an den Fahrzeugen stand. Nur wenn Du dann noch SR und LNER als Nummern 3 und 4 auspackst, ist das Konzept überlastet.
Die "Streckenmöbel" wie Bahnhofsgebäude, Stellwerke, Signale und Bahnsteigdächer wurden meistens dem Standard einer der beiden beteiligten Gesellschaft entnommen. Fahrzeuge stellten beide. Bei Zügen, die die Joint Railway nicht verließen, konnte sich auch mal ein GWR B-Set hinter eine LMS Jinty verirren. Ins Hauptnetz einer der Muttergesellschaften durchgebundene Züge waren natürlich artrein gekuppelt. Aber das ist nicht meine Expertise, sondern da sollten Leute mal mehr Details zum wie und warum sagen, die in Era 2 und 3 zu Hause sind.

Auf der Insel kann man in Google Street View durch die kleinsten Bauerndörfer fahren und so noch viel ursprüngliche Architektur sehen. Auch wenn natürlich das eine oder andere Dach mal irgendwann mit einem moderneren Baustoff gedeckt worden sein mag.

Viele Grüße
Mirko

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Stephan hat sich bedankt!
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