nachdem wir gestern beim Fremo-Stammtisch einen weiteren 00-Modulbauer dazugewonnen haben und auch Torsten über seine Erweiterung von Suffridge gebrütet hat, kam das Gespräch auf Betriebsstellen, die im Modularrangement Güterverkehr generieren sollen (im Folgenden "Anschließer" genannt). Wir sind schnell darauf gekommen, dass die Frage, ob und welche Anschließer man auf einem Modul platziert eine strategische Angelegenheit ist. Deshalb denke ich ist etwas Absprache ganz gut.
Kerngedanke ist:
- Durchgehende Güterzüge ergeben nur dann Sinn, wenn man mindestens zwei Fiddle Yards im Arrangement hat. Dann kann man Güterwagen von einem Fidle Yard zum anderen schicken. Bei zu wenig Anschließern wird der Güterverkehr allerdings langweilig, weil dann fast nur Ganzzüge über die Gleise rauschen.
- Bei nur einem Fiddle Yard im Arrangement braucht jeder Güterwagen, der aus oder in den Fiddle Yard verkehrt, ein entsprechendes Ziel. Bei nur wenig Anschließern wäre (vorbildgerecht) kaum Güterverkehr zu erwarten.
Es steht noch nicht fest, wie viele Fiddle Yards im August im Arrangement sein werden.
Des weiteren möchte ich folgendes feststellen:
- Jeder weitere Anschließer, der mit einer bisher noch nicht vorkommenden Güterart handelt, erzeugt einen Neuverkehr zwischen dem/den Fiddle Yard(s). Dabei kann, muss aber nicht, eine neue Art von Güterwagen zum Einsatz kommen.
- Jeder weitere Anschließer, der mit einer bereits vorkommenden Güterart handelt, kann prinzipiell neben dem Neuverkehr mit dem/den Fiddle Yard(s) auch Verkehrsbeziehungen mit den bereits vorhandenen Anschließern ermöglichen. Dabei wächst die Anzahl der möglichen Verkehrsbeziehungen aufgrund der anderen Anschließern schneller als im obigen Fall. Ob alle diese Verkehrsbeziehungen im Einzelfall Sinn ergeben, muss im Einzelfall geprüft werden. (theoretisches Beispiel: Zu einem Steinbruch und einer Steine verarbeitenden Industrie kommt ein weiterer Steinbruch hinzu. Verkehr von Steinbruch zu Steinbruch sind eher weniger sinnvoll.)
Beides hat Vor- und Nachteile.
So, und nun zum konkreten Teil. Wir haben bisher 3 Anschließer. Zwei davon handeln mit Elektrowaren, welche in offenen und teilweise auch geschlossenen Güterwagen transportiert werden. Beim dritten steht es noch nicht fest.
Bei der Wahl einer Industrie könnte man sich an den vorhandenen RTR-Güterwagentypen orientieren. Bei mir sind folgende Güterwagentypen vorhanden:
Brake Van Tanker Milk Tanker Van (grey) Van (bauxite) Van (white) Van (blue) Cattle Van Insulfish Bulk Grain Presflo Lime wagon Bogie Well & Flat Conflat 1 Plank 3 Plank 5 Plank 7 Plank 8 Plank 9 Plank 16T (grey) 16T (bauxite) 16T Slope Sided (grey) Shock Absorbing Open 21T (bauxite) 13T High Sided
(Liste enthält auch NPCCS)
Zudem weiß ich von weiteren vorhandenen Güterwagen unter unseren 00-Bahnern:
China Clay Wagons with hood Iron Ore Hopper Gunpowder Van
Als weitere Inspiration kann man noch die Seiten von Goods and Not So Goods nehmen: http://myweb.tiscali.co.uk/gansg/. Ein Kommentar von mir noch: Am meisten unterschiedliche Arten von Güterwagen haben wohl die Ortsgüteranlagen an den ländlichen (oder auch städtischen) Bahnhöfen produziert, wenn auch nicht im großen Maßstab. Sowas fehlt uns noch.
Ich hoffe, dass wir auf diese Weise ein starkes Konzept aufstellen können, das viel interessanten Güterverkehr ermöglicht.
da die Module im Prinzip noch im Entstehen sind, ist es ganz gut, dass wir uns Gedanken über die Anschließer machen. Nicht das wir dann zehn Maschinenfabriken und vier Brauereien haben, aber kein Steinbruch.
Nun bin ich dabei, meine beiden Gleisanschlüsse auf Suffridge Mark II aufzuteilen. Folgendes soll entstehen:
- British Railways Electric Maintenance Depot. Empfängt Kabeltrommeln, Stromschienen, Isolatoren, Schaltschränke, diverses Elektromaterial. Wird mit einem kleinen Bauzug (ein 3 plank wagon, ein Brake Van in Departmental Lackierung) über die Strecke verteilt.
- Konservenfabrik "Sutherland Meat Canning Division". Herstellung von Corned Beef in Dosen. Anlieferung von Frischfleisch in Meat Vans (Ventilated Vans), aber auch in Insulated Vans (tiefgefrorenes Rindfleisch aus Argentinien), eventuell auch in Interfrigo Ferry Wagons. Dazu kommt noch die Anlieferung von leeren Dosen, und auch mal eine neue Dosenverschließmaschine (flat wagon, lowmac). Abtransportiert werden die in Kartons verpackten Dosen mittels normaler gedeckter Güterwagen (box van).
- Entladestelle für Presflow-Zementwagen in ein Silo. Das dahinterliegende Betonwerk kann aus Platzgründen wohl nur angedeutet werden. Deshalb auch keine Verladung von Beton-Fertigteilen. Zu beachten ist, daß Presflow wagons nur auf einer Seite Entnahmeanschlüsse haben, der Waggon deshalb immer in der richtigen Richtung stehen muß.
Für zukünftige noch zu bauende Module habe ich ein Gaswerk vorgesehen (Zufuhr von Steinkohle in mineral open wagons, Teer, Naphtalin und Ammoniakwasser in Tank wagons als abgehendes Gut). Das Hornby Skaledale Gaswerk liegt nun schon eine ganze Weile nutzlos in der Bastel-Reserve-Schublade rum. Aber neue Module sind derzeit eine Platzfrage für mich, wo zwischenzeitlich lagern? Vielleicht löst sich das Lagerproblem jedoch bald. Und dann habe ich auch noch diverse China clay wagons, da muß ich aber erst mal schauen, wie eine Verladung oder Abbau aussieht. Wer weiß, wie China clay (deutscher Name: Kaolin) abgebaut wird?
Bezüglich Ortsgüteranlagen ist im aktuellen "Railway Modeller" Feb.2013 ein guter Bericht drin, wie man aus dem doch eher schlichten Peco OO Bausatz LK-82 etwas ganz nettes frokeln kann. Der LK-82 Bausatz ist im Stil der 50/60er jahre, genau geeignet für die Transition Time.
Zitat von blackmoor_vale im Beitrag #2Zu beachten ist, daß Presflow wagons nur auf einer Seite Entnahmeanschlüsse haben, der Waggon deshalb immer in der richtigen Richtung stehen muß.
Wer hat den Unsinn denn konstruiert?
Zitat von blackmoor_vale im Beitrag #2Und dann habe ich auch noch diverse China clay wagons, da muß ich aber erst mal schauen, wie eine Verladung oder Abbau aussieht. Wer weiß, wie China clay (deutscher Name: Kaolin) abgebaut wird?
In riesigen, tristen, das Umfeld zerstörenden Tagebaugruben. Flieg mal im Google Maps per Satellitenansich über St. Dennis / St. Austell in Cornwall herum.
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Hallo Modellbauer, hab mich zwar schon ein wenig zu diesem Bereich belesen (habe ja viel nachzuholen hier), möchte aber trotzdem fragen um welche Dimensionen es sich bei Eurem Arrangement handelt. Wenn ich das so lese, muß es sich nicht nur um einen kleinen "Seitenast" handeln. Viele "Anschliesser" auf engem Raum bzw. in kurzer Aufeinanderfolge gibt´s und gab`s bei der Eisenbahn nur auf großen Bahnhöfen und in Industiegebieten oder Ballungszentren. An freier Strecke gelegen ist eine Häufung von Industriebetrieben mit Gleisanschluß eher etwas seltener. Vielleicht muß es ja kein langer troughtrain sein, der ja in großen Bahnhöfen auch erst auseinandergenommen werden muß, um Wagen an kleinere Bahnhöfe bzw. Anschliesser zu "expedieren". (diese Rangierarbeiten können nicht wirklich in einem fiddleyard vorgenommen werden, denke ich) Der local goods übernimmt dann die Aufgabe der Zuführung der (Fracht-) Wagen zu den Bestimmungsbahnhöfen bzw. Anschlussfirmen. Ich denke, daß das in UK auch nicht anders gehandhabt wird (Stichwort- tripwork) ! Das Zuführen und Abholen der Wagen müßte bei einigen Anschliessern über spezielle Gleise erfolgen, da ansonsten bei jedem Halt des "Nahgüterzuges" die Hauptstrecke durch die Umsetzarbeiten "unendlich" besetzt wäre. Das wiederum blockiert in unangenehmer Weise den Reiseverkehr (Personenverkehr) und führt zu Ermüdungserscheinungen beim Betrachter.
Güterverkehr zu generieren ist eine gute Idee. Ein eigener Anschluss lohnt sich meiner Meinung nach, wenn Volumen generiert oder verarbeitet wird - mindestens 1 Ganzzug pro Woche. So kann ich mir als Anschlüsse Tuchfabriken (ganz viel Kohle, Baumwolle), Steinbrüche, Kohlegruben, China Clay, größere metallverarbeitende Betriebe, etc. vorstellen. Wo mit ich immer Schwierigkeiten habe sind Mini-Stummelgleise für zwei bis drei Wagen, wo das Hin-rangieren durch möglichst ungünstige Anbindung aufwändiger ist, als der ganze Be- und Entladevorgang der zwei Wagen.
Mein Bild von einer durchschnittlichen Britischen Bahnstation ist: a - Alle "Wagon Load"-Mengen werden im Goods Yard entladen oder beladen. Diese Goods Yards sind so gestaltet, dass sie mit möglichst _wenigen_ Manövern rangiert werden können. Die Wagenreihung des Nahverkehrgüterzuges unterstützt das zusätzlich. Wagen werden nur in Marshalling Yards neu sortiert, dass heißt, ein NG wird normalerweise einen Wagen von Station A nicht wieder in Station B absetzen, sondern immer bis zum Yard mitnehmen. Dort wartet er dann auf den nächsten NG. Das vermeidet auch unnötiges Blockieren der Main Line durch unterwegs rangieren. b - "Train-Load"-Mengen haben einen eigenen Anschluss, mit entsprechenden Gleislängen.
Da ja Modellbahnen eher stark frequentiert sind, wäre die Möglichkeit des "Zurseitefahrens" des ganzen Zuges am günstigsten. Fabrikanlagen, die ein solches Wagenaufkommen genedings-bums, lagen (oder liegen) in größeren Orten, sodaß meiner Meinung nach das An- und Abrangieren auf der mainline nicht förderlich sind. Wenn auf ganzer Strecke mehrere Anschliesser liegen, ist der Zeit- und Platzbedarf nicht zu unterschätzen, gerade wenn eine bestimmte Reihung der Wagen nach Bahnhöfen und Empfängern zu beachten ist. Bei Ganzzügen ist das natürlich schneller zu Wege gebracht, braucht aber -wie erwähnt- ebenfalls viel Platz. Aber gut, daß muß dann eben der örtliche Verkehrsbau- und Wirtschaftsrat mit den Bossen besprechen.
Ich habe mit unserer damaligen US-Anlage ein paar Dinge gelernt: Auf Ausstellungen wollen die wenigsten Leute sehen, wie vorbildgerecht rangiert wird. Da müssen Züge rollen, viele, schnell. Das muß man mit seinen eigenen Interessen unter einen Hut bekommen. Es wird für die Besucher schnell langweilig, wenn sie an der Anlage stehen und ewig kein Zug kommt, weil am nächsten Anschluß rangiert wird und die Strecke blockiert ist. Ich bin auch eher der Streckenfahrer und interessiere mich nicht so sehr für den Rangierdienst. Letztendlich habe ich mich deshalb aus der FREMO-US-Szene zurückgezogen. Fahren nach Fahrplan, Wagenladungskarten, alles ganz exakt nach Vorschrift. Nee, das ist nichts für mich. Irgendwie soll das ja auch Spaß machen.
Module sind eine feine Sache, egal ob Strecke, Bahnhof oder Anschluß, aber zumindest auf einer Ausstellung muss "Äktschn" sein. Es gab damals einige Beschwerden von Besuchern und Fragen, ob denn überhaupt was fährt.
Das war 2009 unsere Anlage: http://www.amreg.de/#Messe%202009 Schöne Sache, knapp 20m lang, gefahren wurde DCC, fast alle Loks mit Sound, bedient über Handregler. Eine eingleisige Ringstrecke mit mehreren Betriebsstellen. Da würde gern und viel rangiert und der Big Boy stand und wartete. Das gab eben dann Kritik bei den Besuchern.
Es gilt also meiner Meinung nach, da den richtigen Weg zu finden. Bei privaten Treffen spielt es eh keine Rolle.
LMS, der Link zu der 2009er Anlage auf www.amreg.de ist eine 100% mit Flash erstellte Seite Du kannst nichts dafür - hoffe ich.
Meiner Meinung nach muss man zwischen FREMO Treffen und Ausstellungen unterscheiden. Bei FREMO-Treffen gibt es keine Zuschauer, sondern theoretisch nur Zugführer und Fahrdienstleiter. Bei unseren letzten Treffen konnte ich wunderbar beobachten, dass die Leute, die gerade Pause haben sich automatisch dort einfinden wo was los ist, oder dort wo man sich beim rangieren verhaspelt hat und gerade eine immense Verspätung produziert. Dann stehen alle mit guten Ratschlägen dem armen Rangierer zur Seite. Ein Spaß, denn es nur bei FREMO gibt. Dazu kommt, dass ich eher der Theoretiker bin, Fahrpläne, Zugzusammenstellungen sind eher mein Ding, daher taugt mir der FREMO schon.
Zum Thema Ausstellung stimme ich dir voll zu. Auf Ausstellungen, wird sich der Besucher etwa 2 Minuten Zeit nehmen für eine Anlage, wenn sie ihn thematisch nicht interessiert und er/sie/es überhaupt stehen bleibt. Diese zwei Minuten hat man Zeit ihn davon zu überzeugen länger zu bleiben. Das sind ganz eigene Anforderungen an Gestaltung, Betrieb und vor allem Ausleuchtung. Wo bei FREMO-Treffen oft Plywood Desert modelliert wird, sollte bei einer Ausstellungsanlage die Gestaltung und der Betrieb 1a sein. Sonst ist es nur eine weitere Anlage unter vielen. Fahrplanbetrieb mit Wagenzettel würde ich da nur für Interessierte zukünftige Mitglieder als angekündigte Demo von zB. 13.00 - 14.00 fahren mit einem großen Schild das darauf hinweist. Ansonsten sollte ein glaubwürdiger dichter Zugverkehr vorherrschen. Das geht bei einer Fiddle - Bahnhof - Fiddle Anlage natürlich einfacher als bei einer Fiddle - 1gleis Strecke - Bahnhof - 1gleis Strecke - Kopfbahnhof.
Es ist schon nicht so einfach, alle Interessen unter einen Hut zu bringen. Das perfekte Modulsystem, was alles ermöglicht, extensiver Fahrbetrieb, großzügiges Rangieren, vielfältige Industrieanschlüsse - und das alles in OO auf realisierbaren Modulgrößen- wird es wohl nicht geben.
Wir müssen erst einmal einen Anfang finden und schauen, wie sich die ganze Sache entwickelt. Der Einwand von Christian ist gut, die Güterstrecken sollten von den Expresslinien getrennt werden. Zum Teil habe ich das bei Suffridge MarkII verwirklicht.
Die Tendenz geht auch bei mir in Richtung zweigleisige Strecke. Wobei das natürlich nicht heißen soll, daß eingleisige Module nicht möglich sind. Meine bisher gebauten Module sind fast exakt zur Hälfte je ein- oder zweigleisig. Ich stelle mir die zukünftigen Modularrangements so etwa wie den Deutschen liebstes Anlagenthema vor, zweigleisige Hauptbahn mit abzweigender Nebenbahn.
Aber bis dahin ist noch ein langer Weg, wie gesagt, wir werden Ende August einen Start machen. Und danach sind wir schlauer.
Man kann das kaum verallgemeinern. Auch Rangieren kann auf einer Ausstellungsanlage interessant sein. Das einzige, was stimmt, ist die Aussage "wenn sich nichts bewegt sind die Zuschauer gelangweilt". Und da kommt es nur auf das Verhältnis von Strecke zu Betriebsstelle an. Habe ich nur eine Betriebsstelle, egal ob als Durchfahrtbahnhof im Oval oder als Terminus, ausgestellt, dann kann ich dort problemlos rangieren. Denn auf dem kleinen Stück Ausstellungsfläche ist Bewegung. Ist der Bahnhof dagegen nur ein kleiner Teil einer längeren Strecke und die Strecke wird durch die Rangierarbeiten lahmgelegt, dann bekomme ich ein Problem. Vor der einen Betriebsstelle sammeln sich die Zuschauer und gucken dem Rangierbetrieb zu. Andere Zuschauer kommen da jedoch nicht dran oder gehen an der falschen Stelle an der Anlage vorbei und kommen zu dem Schluss "hier tut sich nichts". Dann sollte man in der Tat auf das Rangieren verzichten oder es nur dort zulassen, wo der restliche Betrieb nicht eingeschränkt wird. Dazu ist am besten der Terminus geeignet. So lange man ein Bahnsteiggleis für DMU/EMU oder Autocoach, bei Lokbetrieb mit Loop zum Umsetzen, frei hat, um einen Personenzug über den Rest der Strecke zu schicken, geht auch das auf. Wenn es, wie auf der letzten Intermodellbau, die ich besucht habe, eine Anlage gibt, über der schon so ein "Entschuldigungsschreiben" hängt, auf dem steht: "Liebe Besucher, auf dieser Anlage findet Betrieb nach Fahrplan auf einer ländlichen Nebenbahn statt. Bitte seien Sie daher nicht enttäuscht, wenn sich gerade nichts bewegt." Es bewegte sich dadurch allerdings weder vor, noch auf, noch hinter der Anlage etwas. Besucher waren Fehlanzeige - weil in der Nähe interessante Anlagen waren, hatte ich durchaus einen Augenwinkel frei, das zu beobachten. Auf der Anlage fuhr gemäß "Androhung" die meiste Zeit auch nichts. Und dahinter saßen die Vereinsmitglieder, unterhielten sich und tranken Kaffee. Schade um den Platz in der Halle, aber solchen Betrieb macht man besser im Vereinsheim.
Die Anforderungen zwischen Heimbetrieb, Modultreffen und Ausstellungsbetrieb sind in der Tat komplett unterschiedlich. Aber man kann jede Art von Betrieb auf den meisten Modulen abwickeln. Wenn ich als Beispiel Brecon nehme, so ist es erst einmal als Heimanlage konzipiert, wobei meine Anforderungen dort zum Glück denen des Ausstellungsbetriebes nicht unähnlich sind. Insofern könnte ich es einfach nehmen und auf eine Ausstellung packen. Betrieb kann dank der modernen Era problemlos dicht gestaltet werden, da die DMU kaum Eingriffe erfordern. Und dann mal einen Lokzug einzustreuen ist auch kein Problem. Den Güterverkehr würde ich in so einem Fall entsprechend einfach gestalten. Der ASDA-Containerzug ist auch mit einem Mal Umsetzen in das Gleis zu drücken. Güterzüge wären rangierarm vorsortiert und nicht zu groß. Sie würden eher zur Auflockerung dienen. Dass alle Gleisanschlüsse in eine Richtung weisen, ist da sicherlich ein Vorteil. Und im FREMO funktioniert der Bahnhof auch, wie wir schon festgestellt haben. Lediglich als Haupt-Rangierbahnhof nicht, weil man auf der Strecke steht. Als Tailchaser wird sich ja dann irgendwann Danningham dazu gesellen, womit dichtester Zugverkehr möglich sein wird. Dort wird der Güterverkehr dann auch in der Bedeutungslosigkeit verschwinden und lediglich ein Speedlink-Terminal vorgesehen.
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Probieren, oder? Ich bin im August mit paar Modulen dabei, so plane ich das jetzt erstmal. Im kleinen Kreis wird das so oder so Spaß machen.
Wer kümmert sich denn eigentlich um die Organsiation? Macht irgendjemand ein paar Wochen vorher einen Plan der verfügbaren Module wie die aufgebaut werden? Wie sieht das mit der Energieversorgung aus? Wir mussten bei der US-Anlage auf Grund der Größe einen 8A-Booster zuschalten. So dick wird es nicht werden, aber wenn dann ein paar Soundloks draufstehen, wollen die ihren Strom.
Sorry, mit der US-Website habe ich nix zu tun, ich kann die nur so verlinken. Klappt da irgendwas nicht?
Baut denn überhaupt jemand reine Ausstellungs- und Vereinsmodule? Wenn es eine Zusammenstellung von Heimanlagen-Modulen ist, wie es eigentlich relativ oft im FREMO der Fall ist, dann halte ich die Diskussion für nur bedingt zielführend. Denn dann besteht das Risiko, dass man ausgehend vom Vereinsbetrieb, der einmal im Jahr stattfindet, den Teilnehmern ihren ganzjährigen Heim-Güterbetrieb "vorschreiben" würde. Und ob man damit auf Dauer glücklich wird, weiß ich nicht. Jeder macht was er zu Hause will und bringt dafür an sich sowieso die passenden Güterwagen zum Treffen mit. Binnenverkehr im Arrangement ist tendenziell eher selten, gerade bei den in "'orrible oversized" am Anfang (und vermutlich auch später) zu erwartenden Kurzstrecken.
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Zitat von LMS im Beitrag #12Probieren, oder? Ich bin im August mit paar Modulen dabei, so plane ich das jetzt erstmal. Im kleinen Kreis wird das so oder so Spaß machen.
Wer kümmert sich denn eigentlich um die Organsiation? Macht irgendjemand ein paar Wochen vorher einen Plan der verfügbaren Module wie die aufgebaut werden?
Die Organisation wird von den Berliner Fremo-Freunden um Heiko, Martin und Thomas übernommen. Das ist mittlerweile auch schon das siebente Treffen in Thyrow bzw. Potsdam-Bornim. Wir werden auch bei der Infrastruktur (Modellzeituhr, Stromversorgung) auf Ressourcen und Material der Berliner Fremo-Freunde zurück greifen können.
Zur Planung: in den nächsten Wochen wird Felix die bisher gebauten Module grafisch mit AutoCAD aufzeichnen und eine Übersicht erstellen. Diese Übersicht wird dann zu den Treffenorganisatoren geschickt, und gemäß dem vorhandenen Platz in der Halle wird eine Planung für die beiden unabhängigen Modularrangements gemacht. Die Berliner fahren H0 Deutsch Epoche IV und werden den breitesten Raum einnehmen. Wir sind mit unseren bescheidenen Modulen als Gäste willkommen.
Zitat von Class150 im Beitrag #14Baut denn überhaupt jemand reine Ausstellungs- und Vereinsmodule?
Meine seit 2008 gebauten Module sind allesamt nur Ausstellungs- und Vereinsmodule.
Da wäre als erstes die beiden Southern Electric Module Suffridge. Ein Zwischenbahnhof, gelegen an zweigleisiger Strecke mit derzeit zwei Güteranschlußstellen. Der Bahnhof ist 2,60 m x 0,52 m, Bahnsteige sind 1,40 m lang. Die weiteren Module sind Ballykillen Junction, drei Streckenmodule in einer Gesamtlänge von 3,30 m. Ein zweigleisige Strecke wird in einer 90° Kurve zu zwei eingleisige Strecken. Die Module sind betriebsfähig, aber noch nicht landschaftlich gestaltet. Unten im Anhang ein Bild von den drei Modulen (den quietschbunten Teppich bitte wegdenken). Weiter habe ich vier 90°-Kurvenmodule im Radius 600 mit jeweils 2-4 Gleisen. Diese sollen auch in Zukunft nicht landschaftlich gestaltet werden sondern nur als "Verbindungen um die Ecke" dienen. Und dann komm noch der Schattenbahnhof (UniFy). Sechs durchgehende Gleise auf zwei Modulen von je 1,30. Ist auch voll betriebsfähig und hat bei Ausstellungen in Potsdam und Kaltenbach schon seine Bewährungsprobe bestanden. Wenn ich diese vorhandenen Module zusammen rechne, komme ich auf eine Streckenlänge von etwa 13,60 m. Damit kann man schon mal ein Modul-Arrangement aufzubauen und Fahrplanbetrieb machen
Weitere Module von verschiedenen anderen britischen Modellern sind in Bau. Felix baut einen Zwischenbahnhof (wird aber, wenn kein Wunder geschieht, nicht bis zum August fertig), ein weiteres Streckenmodul (eingleisig) von 1,50 m Länge mit Abzweig in einen Industriegebiet ist in Planung und schon fast fertig ;-)
Daniel LMS baut ein Streckenmodul mit der William-Stanier-Bridge. Da bin ich mir jetzt nicht sicher, ob das ein- oder zweigleisig wird. Und wie lang das Modul(e) wird, kann ich im Moment auch nicht sagen. Und was da noch so im verborgenen läuft, wer weiß...
Die wenigsten OO-Bahner sind in der glücklichen Lage, ihr Module komplett zu Hause aufbauen zu können. Ich kann es nicht, ich krieg kaum Blackmoor Vale im Wohnzimmer aufgebaut. Platzmangel ist bei "Orrible Oversized" ja sozusagen fest eingebaut. Und so muß man, wenn man was für den Heimbetrieb plant, sowieso immer Kompromisse machen. Deswegen wollen wir uns ja auch in Zukunft in den großen Turnhallen bei Modul-Treffen austoben.