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Dieses Thema hat 9 Antworten
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 Modellvorstellungen
haeckmaen Offline




Beiträge: 690

26.10.2013 23:07
Neue Class 52 Western von Dapol in N Antworten

Hallo,

ich möchte euch in dieser leider bisher viel zu leeren Rubrik die neue Western von Dapol vorstellen, die ich vor drei Tagen von Hattons geliefert bekommen habe. Ich hatte vor gut einem Jahr sowohl die jetzt als erstes ausgelieferte Variante railblue/full yellow panel als auch maroon/full yellow panel bestellt. Wie so oft sowohl bei Farish als auch bei Dapol ist der aktuelle Sofortkaufpreis gut 20 % über dem damaligen Vorbestellpreis. So wird die früher magische Grenze von 100 Pfund mittlerweile locker geknackt, wenn auch nicht so drastisch wie bei der class 22.

Vorbestellt hatte ich jeweils die Variante "DCC fitted" und zwar, das muss man hier nochmal deutlich sagen, weil die Decodernachrüstung bei Dapol sich selbst mit NEM 651 6pin immer als pures Glücksspiel, selbst innerhalb der jeweiligen Modellserie, erwiesen hat. Extremfälle wie die 9F, wo trotz Schnittstelle kein Platz für den Decoder war, oder die ersten Hymek, in deren Schnittstelle diverse Decoder gar nicht stecken geblieben sind, erwähne ich nur mal so am Rande. Von den Problemen, die Gehäuse abzunehmen, worüber sich selbstverständlich keinerlei konkrete Hinweise in den ultraknappen Anleitungen befanden (und nach wie vor nicht wirklich befinden) ganz zu schweigen.

So, genug des Dapol-bashings im Voraus, die Western kommt DCC fitted, der Decoder ist montiert und alles ist erstmal gut. Das Gehäuse muss nicht abgenommen werden. Auffällig beim Öffnen der Verpackung ist, dass ein komplettes Ersatzdrehgestell mit NEM-Klipsaufnahme beiliegt sowie jede Menge Kupplungen, nämlich vier buckeyes in zwei Längen, zwei Rapidos und sogar zwei medium shaft EasiShunt.










Es ist natürlich ein optischer Jammer aber eben auch eine betriebliche Notwendigkeit, dass ich als erste Amtshandlung die sauber passende Schürze auf einer Seite herausnehmen, das Tauschdrehgestell montieren und die Kupplungen meiner Wahl platzieren musste. Hier mein großes Lob an Dapol: Nichts sitzt zu lasch oder zu fest. Wider Erwarten lassen sich sowohl die Schürze als auch das Drehgestell mit einem simplen, unproblemtischen Ruck herausziehen. Das neue Drehgestell klipst sich ebenso einfach wieder ein. Es fällt die gegenüber andern Dapol-Drehgestellloks verbesserte Kontaktaufnahme des Drehgestells auf - Kupferplatte auf Kupferplatte statt reibende Drähtchen. Auch die EasiShunt-Kupplungen, die sich in manche (Farish-)Modelle nur mit vorherigem Spreizen der Normaufnahme überhaupt einbringen lassen, gehen ohne Weiteres direkt rein und halten wie sie sollen.

Da die Lok digital geliefert wird, muss sie auch digital eingefahren werden. Kein Thema, dummerweise liegen auch hier - wie schon bei der class 26 - keinerlei Informationen zum eingebauten Decoder bei. Ein absolutes Unding, was soll das? Gerüchteweise soll es sich um einen Digitrax Decoder handeln. Hier tut noch etwas Recherche bei den britischen Schwesterforen Not, wenn Dapol sich nicht erbarmt und offizielle Informationen herausrückt. Wie dem auch sei, nach der vorgeschriebenen umfassenden Ölung stellten sich rasch gute Laufverhältnisse ohne nennenswertes Ruckeln ein. Ich würde aber gerne noch was an den Fahrstufen verstellen, wenn ich genauere Kenntnisse vom Decoder hätte. Das Fahrgeräusch ist auch nach dem Einfahren deutlich höher als etwa von der sehr weich laufenden Farish Warship, aber auch von der alten Farish Western. Über die dauerhafte Zuverlässigkeit kann ich vielleicht nach den nächsten Treffen und Ausstellungen mehr sagen. Dapol bietet als Neuheit eine Zweijahresgarantie, wenn man die Lok nach einem Jahr für 15 Pfund zur Inspektion einschickt - also so eine Art Mobilitätsgarantie. Gerade die Farish Western mit dem chinesischen split chassis hat die Messlatte in Punkto Dauerbetrieb traditionell ziemlich hoch gelegt, diese Lok ist sehr zuverlässig, auch wenn ein handgestrickter DCC-Umbau erforderlich ist.

Wo wir gerade bei der Farish Western sind, Zeit, die beiden einmal in Sachen Optik nebeneinander zu legen. Das ist einerseits ziemlich unfair, die Farish Western geht auf die 30 Jahre zu, allerdings ist der Unterschied auch nicht so krass wie etwa von der Minitrix Warship zur Farish Warship. Man dürfte die beiden grundsätzlich noch ohne größere Schmerzen nebeneinander betreiben können.

Da ich nicht so der Messschiebertyp bin, zeigt sich die Dapol Western für mich nahezu ohne Fehl und Tadel. Nach der Dapol Western in 00 war auch nicht ernstlich zu erwarten, dass eine krude Modellausführung herauskommen würde. Irgendeine Lösung muss eben immer hinsichtlich der Frontschürze getroffen werden. Bei Dapol kann man sie nun ausklipsen. Mir fällt auch nichts besseres ein, vielleicht noch eine halbierte Schürze, um wenigstens untenherum ein geschlossenen Bild zu erzielen? Ansonsten sind mir nur Kleinigkeiten am Finish aufgefallen. So sind etwa die nameplates nicht ganz exakt horizontal ausgerichtet und auch z.T. nicht ganz ordentlich von der Ätzplatine entgratet. Die gelben Fensterrahmen am Führerstand sind an der Seite nicht ganz so sauber lackiert. Dies war auch dem Tester von der N Gauge Society schon aufgefallen, sodass es sich wohl um ein allgemeines Defizit des ersten batches handeln dürfte.

Ansonsten möchte ich für den Vergleich zwischen Dapol und Farish die Bilder sprechen lassen. Zu bemerken ist dazu noch, dass meine Farish Western bereits gegenüber dem Originalzustand leicht vorbildgetreu abgeändert ist (gelbe Lackierung um die Führerstandsfenster, Führerstandseinrichtung, silberne Fensterrahmen).




















Nach alledem freue ich mich auf die Version in maroon, von der ich dann auch gerne nachberichten werde.


Matthias

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MacRat Offline




Beiträge: 1.426

27.10.2013 09:04
#2 RE: Neue Class 52 Western von Dapol in N Antworten

Sehr schön. Ich hätte darauf wetten sollen, dass du mindestens 1 haben wirst
Die Unterschiede an der Front finde ich schon sehr deutlich. Aber wenn die beiden nicht gerade in Doppeltracktion fahren oder nebeneinander parken könnte man sie bestimmt gemeinsam einsetzen. Auf der anderen Seite, wer würde bei Ausstellungen in unseren Landen, da überhaupt etwas merken?

Wegen dem Decoder, angeblich soll es ein Gaugemaster DCC23 sein, der wiederum baugleich mit Digitrax DZ125 ist. Lies mal die CV08 aus. Das ist der Herstellercode und sollte für Digitrax den Wert 81 hexadezimal (129 dezimal) haben. Schau' mal, ob dir das verlinkte Dokument weiterhilft http://www.digitrax.com/static/apps/cms/...codermanual.pdf

Mac

Don't Panic!


haeckmaen Offline




Beiträge: 690

16.11.2013 20:55
#3 RE: Neue Class 52 Western von Dapol in N Antworten

Hallo mac,

ein nachträglicher Dank für den Link, nach dem Hersteller-CV hat die Lok einen ebensolchen Decoder. Fragt sich nur, wo jetzt bei Dapol das Problem ist, darüber von sich aus zu informieren. Für Modellbahn- oder auch DCC-Einsteiger ist eine solche Informationspolitik "Spur N zu Abgewöhnen".

Matthias

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haeckmaen Offline




Beiträge: 690

30.03.2014 22:27
#4 RE: Neue Class 52 Western von Dapol in N Antworten

Wie bei der railblue-Premiere schon angekündigt, hier noch ein kleines Extra-shooting von der Variante maroon/full yellow panel, hier D1056 "Western Sultan". Auf Vergleichsbilder mit der Farish "Western Fusilier" habe ich an dieser Stelle mal verzichtet, da schon offensichtlich ist, dass die Dapol-Modellausführung selbstverständlich einen Klassenunterschied macht. Wie auch die blaue 52 hatte ich die maroon-farbene DCC fitted vorbestellt (und damit auch die saftige Preiserhöhung um den Jahreswechsel umgangen). Warum die DCC fitted-Variante erst Monate nach der analogen Version ausgeliefert worden ist, ist mir aber nicht ganz klar.

Wie dem auch sei, ein Prachtmodell in preTOPS. Bitte die class 50 recht bald in derselben Qualität abliefern!











Matthias

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haeckmaen Offline




Beiträge: 690

05.08.2014 00:02
#5 RE: Neue Class 52 Western von Dapol in N Antworten

Wie in der opening post versprochen, wollte ich zu der Zuverlässigkeit der Lok nach Ausstellungs- und Treffenerprobungen mehr sagen. Hier gleich das Fazit: Die Loks sind nicht treffentauglich und damit definitiv nicht ausstellungsfest.

Zuerst haben sich die werksseitig eingebauten Decoder in kürzester Zeit in der Form verabschiedet, dass die Geschwindigkeitsregelung nicht mehr gegeben war. Fehler an der Zentrale (Uhlenbrock Intellibox) kann ausgeschlossen werden. Nach dem Einbau von Bachmann-Ersatzdecodern stellten sich im weiteren, aber ebenfalls kurzfristigen Verlauf (eine Hin- und Rückleistung) erhebliche Stromabnahmeprobleme ein. Augenscheinliche Ursachen:

1. Übertragung vom Drehgestell auf das Chassis nur über lose aufliegende Kupferstreifchen, die schlecht justiert und "freischwebend" angbracht sind, sodass sich die Stromabnahme auch nicht über einen höheren Anpressdruck verbessern lässt.

2. Unübertrieben extrem schlechte Qualität der Radsätze bei einer der beiden Loks (maroon). Die jeweils mittlere Achse eines Drehgestells war, wie nach Abnahme der Blenden mit bloßem Auge zu sehen war, buchstäblich als Vieleck ausgeführt. Der Einbau der oben benannten Tauschgestelle brachte kurzfristig Abhilfe. Nur stellte sich auch dann wieder das Stromabnahmeproblem zu 1. ein.

Das schon in der OP beschriebene Fahrgeräusch ist auch unter dem Eindruck der (analogen) Einlaufphase und dem Treffenbetrieb nicht geringer geworden. Auch ein nennenswerter, schwungmassenbasierter Auslauf war danach nicht festzustellen. Vielmehr führte das ruckelige Fahrverhalten zu zahlreichen Entkupplungen der damit überforderten Dapol EasiShunt-Klauen. Da die Loks im Treffenfahrplan nicht haltbar waren, mussten sie aus dem Verkehr gezogen und letztlich u.a. durch Farish Western ersetzt werden.

Meine positive Bewertung zu den Modellen, wie in der Vorgängerpost geäußert, kann ich nur für die hervorragend
e Optik aufrechterhalten. Die Loks sind meines Erachtens im Wesentlichen für die Vitrine oder für anspruchslosen Analogbetrieb zu gebrauchen. Der Kauf einer DCC fitted-Variante ist Geldveschwendung, solange immer noch dubiose Decoder ohne Dokumentation eingebaut sind.

Matthias

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McRuss Offline

IoS Chief Mechanical Engineer


Beiträge: 3.739

05.08.2014 08:30
#6 RE: Neue Class 52 Western von Dapol in N Antworten

Hallo Matthias,

wir konnten das Debakel mit den Western ja live erleben. Falls es mit dem zurückschicken nicht klappen sollte, wäre zu überlegen, ob man nicht
das Dapolgehäuse irgendwie auf das Farish Fahrwerk bekommt.

Markus


Class150 Offline




Beiträge: 1.575

05.08.2014 10:03
#7 RE: Neue Class 52 Western von Dapol in N Antworten

Hallo,

Auch ich war erschrocken, miterleben zu müssen, wie ein modernes Modell aussehen (eher schlecht fahren...) kann. Mit dieser "Qualität" tut sich Dapol in der Tat keinen Gefallen. Alleine an mir haben sie an diesem Wochenende drei oder vier Loks verloren.

1. die Pannier wird Farish
2. die Prairie wird zumindest bis Erkenntnisse zur Qualität vorliegen als verzichtbar erklärt
3. meine Farish Blue 50er wird umlackiert und mit Ätzteilen veredelt
4. meine Farish Large Logo 50er wird mit Ätzteilen veredelt

Die veredelten 50er sind wohl eine bessere Investition, als fürs gleiche Geld oder mehr neue Dapol zu kaufen und mit dem Risiko leben zu müssen, mir zwei Schüttelrutschen mit viereckigen Rädern anzulachen, während die alten Farish in der Ecke verstauben oder für ein Taschengeld gebraucht weggehen.

So hat Dapol (okay, Hattons behält auch ein paar Pence davon) mal eben ca. 270-350 Pfund verloren, weil sie 3,50 Pfund in der Produktion eingespart haben...

Viele Grüße
Mirko

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Darganfyddwch Sir Frycheiniog ag Reilfford Dyffryn Wysg
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Phil Offline

Philtown-Branch


Beiträge: 1.304

05.08.2014 19:00
#8 RE: Neue Class 52 Western von Dapol in N Antworten

Hallo,

das zeigt mal wieder, dass Grafar/Bachmann die Nase vorn hat und es besser ist um Dapol-Loks mittelfristig einen Bogen zu machen. Die Fahreigenschaften der neuen Panniers sind naja, geht so - Class50 NSE wird nicht mehr gekauft, sondern auf die Class47 NSE von Grafar gewartet.

Grüße, Phil


haeckmaen Offline




Beiträge: 690

05.08.2014 19:42
#9 RE: Neue Class 52 Western von Dapol in N Antworten

Bevor ich in die Rückgabeschlacht gehe:

"05.08.2014 um 19:33 Uhr: This is an automatic notification to inform you that we have processed your order for the following items:

1 * Graham Farish 371-400-LN-01 Class 52 diesel D1023 "Western Fusilier" in BR maroon - Pre-owned - Like new @ £56.50 each = £56.50"

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westhighlandline Offline




Beiträge: 488

08.08.2014 19:17
#10 RE: Neue Class 52 Western von Dapol in N Antworten

Zitat
Die Fahreigenschaften der neuen Panniers sind naja, geht so



Womit ich dir völlig beipflichte. Und dann wäre da noch das Thema, einen passenden Decoder für die waaaahnsinnig enge Schnittstelle zu finden. Da beisst man sich die Zähne aus! Mal ganz davon zu schweigen, dass sich der Führerstand bei weitem nicht so leicht abheben lässt, wie die Explosionszeichnung das vermuten lässt... .


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