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Dieses Thema hat 3 Antworten
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 allgemeine Modellbautipps
blackmoor_vale Offline

Administrator


Beiträge: 2.811

30.09.2012 23:53
Vorstellung Dapol Semaphore Signale Antworten

Hallo liebe Mitleser,

seit etwa einem halben Jahr sind die neuen motorisch betriebenen Dapol Semaphore Signale auf dem Markt. Da der Aufbau und Anschluß bei beiden derzeit angebotenen Nenngrößen, N und OO grundsätzlich gleich ist, habe ich diesen Beitrag unter "Allgemeine Modellbautipps" eingestellt.

Die Signale kommen in einer stabilen Klarsichtverpackung. Hier als Beispiel das Lower Quadrant GWR Distant Signal. Der Signalmast ist inklusive der Spitze 107 mm hoch. Der Antrieb hat einen Durchmesser von 13 mm und ist 54 mm lang. Zum Einbau muß ein Loch von 14 mm gebohrt werden. Der Antrieb wird von einer Kunststoffmutter gehalten.


Beim Auspacken fällt sofort der gelbe Warnaufkleber auf, der durchaus seine Berechtigung hat. Er fordert zum Lesen der Bedienungsanleitung auf. Diese ist bei den Dapol-Signalen sehr wichtig, da daß Anschlußschema von den herkömmlichen Magnetspulenantrieben oder den Viessman-Signalantrieben abweicht.


Kommen wir gleich zum Anschluß. Am Antrieb sind vier etwa 30 cm lange Litzen angebracht, eine schwarze, eine rote und zwei gelbe. An die schwarze und rote Litze wird die Versorgungsspannung von 16 Volt Wechselstrom angelegt. Dapol schreibt in der Bedienungsanleitung: Unter keinen Umständen 12 Volt Gleichstrom anschließen!
Das ist unbedingt zu beachten, da sonst der Antrieb zerstört werden kann.


An die beiden gelben Drähte wird der Schalter zur Signalbetätigung angeschlossen. Dabei wird einfacher Schließer mit Momentkontakt verwendet, kein Ein-Aus-Schalter mit Dauerstrom. Die Funktionsweise des Antriebes ist folgendermaßen: der Signalmotor ist mit einem Kondensator und einer elektrischen Schaltung versehen. Beim Anlegen der Versorgungsspannung lädt sich der Kondensator auf. Durch Betätigen des Schalters wird die Polarität des Signalmotors automatisch umgedreht und der Flügel geht hoch oder runter.
Das bedeutet, der Motor braucht nur einen konstanten 16 V Wechselstrom Anschluß. Wenn der Motor einmal gearbeitet hat, speichert er die Energie zum Arbeiten in die entgegengesetzte Richtung. Durch ein kurzes Drücken auf dem Taster wird der Befehl "Umschalten" ausgelöst. Dauerstrom kann zur Überlastung und zur Beschädigung des Antriebes führen.
Da die Dapol-Bedienungsanleitung fast nur aus Text besteht, habe ich das Schaltschema hier übersichtlich aufgezeichnet:


Wie die Signale mit einem DCC-Weichendecoder betrieben werden können oder wie eine eventuelle Rückmeldung/Zugbeeinflussung relaisiert wird, werde ich später veröffentlichen.
Hier ein paar Detail-Fotos. Flügel von vorn, er ist in OO ab Mitte Drehachse 21 mm lang und 4,5 mm breit.


So sieht es von hinten aus:


Der Signalfuß hat eine Größe von 31 x 21 mm. Die Leiter ist aus sehr feinem, aber durchaus flexiblen Kunststoff.


Der Versuchsaufbau. Das schwarze und das rote Kabel habe ich mit dem 16-Volt-Wechselstromausgang eines Roco-Trafos verbunden. An die beiden gelben Drähte ist ein einfacher Taster angelötet.


Das Ergebnis ist in einem kleinen Video dokumentiert. Das Laufgeräusch des Motors ist hörbar und klingt dann wahrscheinlich unter der Anlagenplatte weniger aufdringlich. Außerdem war die Kamera und damit das Mikrofon sehr nah dran. Die Leuchtdiode leuchtet ständig, sobald Spannung anliegt. Das Flackern der LED stammt von Video-Aufnahmeverfahren. In "echt" flackert natürlich nichts, da die Trägheit des menschliche Auges die 50 hz-Frequenz des Wechselstromes nicht nachverfolgen kann und man einen gleichmäßigen Lichtschein sieht.



Unten im Anhang noch die Dapol Bedienungsanleitung als pdf. Sie gilt für alle Arten von Dapol Semaphore Signalen, Lower and upper quadrant und für OO und N. Bitte durchlesen vor dem Kauf.

Beste Grüße Torsten

Dateianlage:
Dapol_Semaphore_Manual.pdf

Charly Offline



Beiträge: 310

04.10.2012 15:27
#2 RE: Vorstellung Dapol Semaphore Signale Antworten

Naja, nicht schlecht fürs Erste.
Aber einen ordentlichen Endkontakt sollte dann ein "home" Signal schon haben. Oder man muß dann eben "richtig" Fahrdienstleiter spielen und erst das Signal auf "Fahrt" stellen und dann den Regler aufdrehen.
Na, mal sehen, wie die Entwicklung so weitergeht.

Charly


joerg810 Offline




Beiträge: 38

04.10.2012 18:02
#3 RE: Vorstellung Dapol Semaphore Signale Antworten

Das wäre doch kein Problem.

Musst nur vom Taster ein Relais mit ansteuern.

Gruß
Jörg


Charly Offline



Beiträge: 310

05.10.2012 21:35
#4 RE: Vorstellung Dapol Semaphore Signale Antworten

Hallo Jörg!
Das ist nämlich das Problem!
Das Relais müßte dann mit Verzögerung arbeiten. Das sieht nämlich blöd aus, wenn sich z.B. beim analogen Fahren der Zug schon in Bewegung setzt, obwohl der Signalflügel vielleicht noch nicht mal richtig unten (bzw oben)angekommen ist. Ich habe da bei mir einen motorischen Antrieb eingebaut, der ein Hornby semaphore betätigt und der hat einen Endkontakt. Da dieser Antrieb wiederum aber nur mit Dauerstrom und Endabschaltung arbeitet, mußte ich noch zusätzlich ein Relais installieren - in Form eines alten PIKO-Weichenantriebes, das ebenfalls mit zwei Endlage-Schaltkontakten ausgerüstet ist.Dieser wird dann z.B. durch einen Reed-Kontakt im Gleis betätigt, der Dauerstrom fließt zum Signalantrieb, der Flügel senkt sich und wenn er unten angekommen ist, gibts den Strom für die Lok und ab gehts.
Wenn ich nicht so ein Computer-Klaus wäre, könnte ich das mal so schön einstellen, wie das Torsten gemacht hat...

Gruß Jochen


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