es hat nun schon eine Weile Signalschirme gegeben, in denen LEDs die Rolle der vormaligen Glühlampen übernommen hatten, hier ein Beispiel aus Exeter:
Mittlerweile sind die Signalschirme weiterentwickelt und auf LED-Technik auch von der Form her optimiert. Gerade gibt es eine ganz gute Bilderserie aus Yeovil Junction auf flickr, in der man die neuen Signatypen gut sehen kann.
Es geht los mit der Beobachtung, dass die Leuchtpunkte für Stop Signals ("Hauptsignale") größer geworden sind, dafür aber alle Farben in einem Schirm angezeigt werden. Das heißt in der Praxis, das Signal leuchtet dauerhaft, es ändert sich lediglich die Farbe des großen Kreises.
Beim letztgezeigten Signal bleiben wir erst einmal. In der folgenden Nahaufnahme sieht man, dass die neuen Signale sehr flach sind. LEDs brauchen ja kaum Bauraum in der Tiefe.
Gut zu sehen auf obigem Foto ist auch das Subsidiary Signal ("Sperrsignal"), welches die zwei weißen steigenden Lichter ("Sh1") in Richtung X, angezeigt im Miniature Stencil Indicator (MSI), freigibt. In der flickr-Bildbeschreibung steht, dass ein hier endender Zug gleich wenden wird. Der MSI ist ein Standardbauteil und besteht aus einer LED-Matrix, wodurch prinzipiell sämtliche Buchstaben, Zahlen und Zeichen angezeigt werden können.
Über den Signalschirmen befindet sich jeweils ein Junction Indicator (JI), der ein vereinheitlichtes Mittelstück hat, welches prinzipiell alle Richtungen anzeigen kann. Rundherum werden dann aber nur in die wirklich benötigten Richtungen die entsprechenden LED-Module angebaut.
Auf beiden Fotos ist zu sehen, dass auch mal einzelne LEDs kaputt sein können. Dies tut dem optischen Eindruck jedoch keinen Abbruch, wie das folgende Foto zeigt:
Natürlich können einzelne LED defekt sein, ich würde aber behaupteten, auf den Bildern sind alle intakt. Ich kenne die LED-Schirme seit der Erõffnung des North Doncaster Overfly 2014, wo ich auf dem Eröffnungszug saß. Fotografiert man die LED mit zu kurzer Belichtung und einer durch 50 teilbaren Zeit, macht man die Frequenz des Stromnetzes sichtbar. Es sieht dann so aus, als ob einzelne LED defeat sind - dabei sind Sie aber nur den winzigen Spannungsschwankungen aufgesetzte, was sie kurzzeitig aus erscheinen lässt.
Danke für Fotos von den Signalen mit LED-Anzeige.
Für mich stellt sich die Frage, wie wird die Ausfallsicherheit und Überwachung gewährleistet? Also dasss das Signal tatsächlich "rot" anzeigt und nicht "grün". Ist ja nun alles in einer baulichen Einheit drin. Nur Software ???
Bei den alten DR/DB-Lichtsignalen mit getrennten Glühlampen für jede Farbe war es meines Wisssens nach so, dass auf den Glühfaden eine geringe Spannung aufgelegt wurde, welche die Lampe nicht zum leuchten gebracht hat, aber Stromfluss erzeugt hat. Diese konnte man ständig überwachen und somit jederzeit feststellen, dass die Glühlampe plus Signalstromkreis in Ordnung war. War der Glühfaden unterbrochen, gab es eine Fehlermeldung über ein Relais. Aber es waren eben technisch getrennte Leuchtmittel.
Wie geht das bei einem LED-Feld, welches mal rot und dann wieder grün ist?
Tja, da gibt es mehrere Möglichkeite, das hängt zuerst mal davon ab, ob Rot/Grün-umschaltbare LEDs verbaut sind. Wenn das der Fall ist, können im einfachsten Fall alle LED in Serie angeschlossen werden. Zwischen rot und grün wird einfach die Polarität der Kette umgekehrt, dann wechselt die Farbe. Bei einer Unterbrechung der Kette kann man sicher sein, dass weder rot noch grün leuchten kann. Man kann das Konzept redundant machen, indem man die Kette in mehrere Teile trennt. Wenn dann eine LED ausfällt, wird nur der betroffene Strang dunkel, die anderen Ketten können noch beide Signalfarben darstellen. So kann man reagierenm, ebvor das Signal komplett ausfällt. Vermutlich werden aber LED verwendet, die nur eine Farbe haben. Dann sind im selben Signalbild sowohl rote als auch grüne LED eingebaut. Falls das Signal mit einer roten und einer grünen Kette ausgestattet ist, könnte es passieren, dass eine Farbe komplett ausfällt, die andere aber noch funktioniert. Deshalb würde man hier auch eher zu mehreren Ketten tendieren, von denen eine ausfallen dürfte.
In jedem Fall kann man überwachen, ob Strom durch die Kette fliesst, ob also eine Unterbrechung vorliegt. Das würde vom Prinzip her nicht anders funktionieren als bei Glübirnen.
ich kann die Frage im engeren Sinne nicht beantworten. Während in Deutschland in Hobbykreisen sowohl mechanische als auch Relaisstellwerke gut dokumentiert sind, gibt es in UK meiner Erfahrung nach fast ausschließlich Infos über mechanische Stellwerke. Alles, was mit Lichtsignalen zu tun hat, ist schwer zu recherchieren.
Aber ich kann dir bestätigen, dass in der Signaltechnik immer gewährleistet wird, dass "rot" und "grün" auseinander gehalten werden kann. Schließlich hängen Menschenleben davon ab.
Über die Stromaufnahme von LED kann man übrigens einen drohenden Ausfall im Voraus erkennen.