es gibt Widerstand aus den Reihen der Händler. Accurascale hat schon seit einiger Zeit deren Direktvertrieb über die Website so attraktiv gemacht, dass sie den Händlern das Wasser abgegraben haben. Die Händler haben sich natürlich nicht gefreut, jetzt alle vorrätigen Heljan-Produkte abgeben zu müssen, nur damit Accurascale diese über die neugeschaffene Heljan-Webseite direkt vertreiben zu können, zu teils günstigeren Preisen. Gleichzeitig scheinen "Exklusivmodelle" ihre Exklusivität zu verlieren, denn z.B. die LNER Garratt in grau war ein Exklusivmodell für Rails of Sheffield, darf aber seit gestern nicht mehr von RoS verkauft werden. Ich kann schon verstehen, wenn sich das für die Händler wie ein Schlag ins Gesicht anfühlt.
Hallo Felix, war die Tage in Oldenburg (hat nichts mit Heljan zu tun), wo mit der Modellbahnstation (Oldenburg-Bloherfelde), der größte Modellbahnhändler der "Huntemetropole" nach 40 Jahren einen Ausverkauf, wegen Geschäftsaufgabe (aus Altersgründen) durchführt. Warum schreibe ich das ........... Wenn man sich die Altersstruktur der meisten Modellbahnhändler ansieht und dazu das Kaufverhalten der Kunden, dann bleibt fast nur noch der Online-oder Direktvertrieb. Klar, eine Entwicklung die mir persönlich auch mißfällt, aber aus meiner Sicht leider unaufhaltsam fortschreiten wird. Dazu kommt noch der immer kleiner werde Absatzmarkt, da die Kundenschicht auch nicht mehr wächst. Die Hochzeit hatte die Modellbahn in den 1990ern und vielleicht noch Anfang der 2000er. Jetzt muß man hoffen, das einige Händler (besser viele - allein mir fehlt der Glaube) noch aktiv bleiben. Bei geringen Kosten (Ladenimmobilien im Eigentum, kein Personal) vielleicht mit eigeschränkten Öffnungszeiten. Keine Ahnung. Schlimm empfinde ich, das die Modellbahnläden als "sozialer Treffpunkt" wegfallen und auch die meist angeschlossenen Werkstätten, für Reparaturen und Umbauten, aufgegeben werden.
dein Beitrag spiegelt deine Meinung wieder , das ist ok , aber passt hier m. M. nach nicht her ...
auch kann man deine Erfahrung mit etlichen Beispielen revidieren ( z.B. Ellis Clark ) .
Ich denke , hier geht es allein um das Verhalten (Geschäftspolitik) zweier Hersteller , gegenüber der Fachhändler "Gemeinschaft" ...
Und nun noch kurz zu deinem "schlimmen Empfinden " das Händler als sozialer Treffpunkt wegfallen :
Wer Lust auf "socializing" hat , der findet diese auch .. Beste Beispiele sind dieses Forum , oder andere . In sehr vielen Regionen gibt es immer noch Vereine vor Ort und auch Stammtische . Des weiteren auch Ausstellungen dienen immer wieder als Treffpunkt(e).Schon lange , gibt es Treffpunkte auf den immer noch zahlreichen Moba Börsen ...
Also ich persönlich sehe da nicht wirklich ein Mangel .
Nur müssen die Leute auch ihren A.... hoch bekommen ! - Wenn mir selber etwas fehlt , dann zeige ich auch mal selbst Initiative und werde in irgendeiner Form aktiv .
Also bitte diesen Thread nicht in deine Richtung ausarten lassen ...
Ich denke man sollte auch unterscheiden ob es sich um einen Modellbahnhersteller im klassischen Sinne wie Hornby, Bachmann, Heljan, Märklin, Roco oder eben einen der "Neuen" handelt. Denn letztere sind von Anfang an einen anderen Weg gegangen. Diese habe direkt mit der Onlineverkauf bzw. auch der Absichtsbekundung ein Modell zu erwerben angefangen. Accurascale, Revolution Trains, haben von Anfang an ja ihre Modelle über das Internet angekündigt und dann musste man als Kunde das gewünschte Produkt dort direkt bestellen, teilweise sogar noch vorfinanzieren, und erst wenn genügend Bestellungen eingegangen waren wurde das Modell auch umgesetzt. Mittlerweile werden Modelle dieser Hersteller auch über klassische Modellbahnhändler vertrieben, aber dies geschieht on top. Was ich als viel größeren Schlag gegen den Modellbahn Handel empfunden habe, war z.B. das Hornby als es TT einführte, den Handel erst mal komplett nicht berücksichtigte und die TT Sachen nur über seinen Webshop vertrieb.
Hallo Andy, danke für Deine Reaktion. Das zeigt, das es immer unterschiedliche Gedankenansätze und Interpretationen gibt. Bin allerdings der Meinung, das alle Meinung toleriert werden sollten. Hoffe ich habe Dich da richtig verstanden. Wichtig ist eh nur das "wir alle" Modellbahner sind und das mit "A....hochkriegen" ist aus meiner Sicht richtig analysiert. Es gibt aber auch viele Menschen, die sich aufgrund von Geldbeutel, Gesundheit und Mobilität nicht zwingend weiter, als zum hiesigen Modellbahnhändler "bewegen" können. Das war mit "sozialer Treffpunkt regionaler Modellbahnhändler" gemeint.
wer es noch nicht aus anderen Quellen erfahren haben sollte, die Firma Accurascale übernimmt mit sofortiger Wirkung den dänischen Hersteller Heljan. Damit einhergehend wird die Verwarktung der Modelle auf einen Direktvertrieb umgestellt, wie bereits von Accurascale selbst bekannt. Ob ausgewählte Händler in den Vertrieb einbezogen werden, wie bislang bei den eigenen Modellen der Fall (z.B. Modellbahn Union), bleibt zunächst offen. https://www.accurascale.at/de/blogs/nach...senbahn-bereich
Die angekündigte neue Preisgestaltung ist schon jetzt zu beobachten. Die zur Zeit erhältlichen Modelle sind im eigenen Webshop deutlich günstiger eingepreist als bei den bekannten Händlern, was diesen wohl nicht besonders schmecken dürfte. Beispiel: Die angekündigte Class 25/3 lässt sich nun für 343 GBP vorbestellen. Das bezieht sich allerdings nur auf die wenigen Modelle, die noch bei Heljan selbst auf Lager liegen. Auf der Tower Models Webseite ist eine entsprechend zurückhaltend formulierte Meldung in eigener Sache zu lesen. Man habe von den Neuigkeiten selbst aus der Presse erfahren und wüsste bislang selbst nicht, wie es um das Schicksal der bei Heljan beauftragten Exklusivmodelle bestellt ist.
ich habe die beiden existierenden Threads zum Thema mal zusammengeführt.
Heute hat Rails of Sheffield bekannt gegeben (habe eine E-Mail bekommen), dass auch vormalige Heljan-Exklusivmodelle für Händler nun nicht mehr über die Händler bestellt werden können, sondern allein über die neue Direktvertriebswebsite. Das wird so wohl für alle anderen Händler, also auch für Tower Models, mit Exklusivmodellen gelten.
irgendwie stehe ich heute mit dem Editor auf Kriegsfuß und habe versehentlich meinen letzten Beitrag gelöscht beim Versuch eine Grafik anzuhängen. Dieser hat sich zwischenzeitlich überholt, weil: Heute kam ein neuer Newsletter (Absender Heljan.com, nicht Accurascale) mit weiteren Details und Erklärungen: Der Text ist sehr umfangreich, ich stelle mal nur die zentrale Grafik hier ein, die vieles erklären soll.
Accurascales Begründung dafür, ganze Heljan-Produktlinien vom Markt zu nehmen ist, dass der Markt offenkundig nicht funktioniert. Eine Begründung für diese Behauptung wird nur am Rande erwähnt, nämlich dass Heljans voriges Distributionsnetzwerk veraltet und kostspielig war, ansonsten wird diese Behauptung ausschließlich an den hohen Preisen und immer wieder gegebenen starken Rabatten festgemacht.
Damit unterscheiden sie sich von Bachmanns Ansatz, regionale Exklusivmodelle zu produzieren, womit der Markt regional geteilt und somit vervielfacht wird, ganz erheblich, denn sie schwingen sich damit zum Marktregulierer auf: Sie wollen durchsetzen, dass ihre Produkte überall zum gleichen Preis ohne große Rabatte verkauft werden.
Das an sich ist nicht verwerflich, aber es kommt mit einem anderen Kritikpunkt zusammen, auf den sie in dieser E-Mail kein einziges Mal eingehen: Um den Gewinn zu steigern, bleibt den Händlern, wenn sie nicht über Rabatte konkurrieren können/dürfen, nur die Möglichkeit, Exklusivmodelle anzubieten. Aber sie haben allen Händlern, die bislang Heljan-Exklusivmodelle entwickeln, diese weggenommen und werden die vormaligen Exklusivmodelle selbst vertreiben.
Es stößt mir sauer auf, dass diese E-Mail in einem Ton geschrieben ist, mit dem sie die Kunden versuchen zu überzeugen, dass sie hier die Guten sind. Sie bekunden denn auch Unterstützung für die One-Industry-One-Message-Kampagne, auf die ich weiter oben verwiesen habe, weil sie die Gleichberechtigung aller Händler als oberste Priorität ansehen. Dann lassen sie sich aber über mehrere Absätze darüber aus, wie unfair mit ihnen in dieser Kampagne doch umgegangen worden sei. Die Krönung sind ad-hominem-Argumente, einmal wird ein YouTuber und einmal ein sogenannter Facebook-Händler öffnetlich vorgeführt und implizit der Heuchlerei und Unaufrichtigkeit bezichtigt. In einer Nischenindustrie wie unserer gehört sich der persönliche Angriff einfach nicht.
Zumindest bei mir konnte Accurascale mit diesem Newsletter keinen Freund machen.