Mit dem Bausatz wurden Ketten, Haken und Spannschlösser mitgeliefert, die ich ebenfalls verbaut habe.
Noch mal ein Blick auf die Beschriftung. Ich habe mich entschieden nach Studium weiterer Bilder British Railways Lowmacs aus den 50er Jahren, die Beschriftung auf die Längsträger zu machen und nicht auf die Seitenleisten. Auch sind die Beschriftungen "unten drin" mehr geschützt, da man das Modell immer an den Seitenleisten anfasst. Da kann man dann Farbschäden leichter ausbessern.
Unten habe ich noch zwei Eisengewichte eingefügt. Laut NEM 302 (Normen Europäischer Modellbahnen) soll ein Wagen (nicht Triebfahrzeug) je Millimeter LüP eine Mindestmasse von 1,0 Gramm haben. Der Lowmac EL ist 192 mm lang und hat mit den Zusatzgewichten eine Masse von 194 Gramm.
Die Gewichte habe ich mit doppelseitigen Klebeband fest gemacht. Bei Bedarf daher leicht zu entfernen.
Die Puffer sind mit Ballistol Schnellbrünierung behandelt. Die Teller bestehen aus Eisen. Ich weiss nicht, welche Legierung. Anstelle schwarz zu werden, wie bei Messing üblich, hat sich ein Rostüberzug entwickelt. Passt jedoch auch, ich lasse es so. Später wird der Wagen sowieso gealtert.
Der Connoisseur Models LNER Lowmac L ist ein sehr gutes Modell, um Erfahrungen im Messingselbstbau zu sammeln. Ich habe einiges gelernt, auch in Bezug auf Farbgebung und Beschriftung.
Der nächste Ms-Waggon-Bausatz liegt schon bereit, dann von First Class Kits. Wird auf jeden Fall komplizierter, weil Vakuumbremsanlage mit Backen, Behälter und Gestänge mit dabei ist.
In diesem Beitrag habe ich über zwei Connoisseur Weissmetallbausätze mit Dumb-Buffern berichtet.
Inzwischen sind sie farblich gestaltet. Es fehlen jetzt noch die (Werks-)Nummern und die Alterung. Der 1-Plank Wagen soll ein verwaschenes Grün bekommen, der 4-Plank Wagen Naturholz ungestrichen und durch Sonnenstrahlen und Regen verwittert. Vorlagen sind der abgebildete Modell-Wagen und das Foto des alten 5-Plank. Die Beschläge und anderen Metallteile werden mit Pulverfarben "verrostet".
Ich habe weiter gemacht mit "Schubladen aufräumen".
Die letzten fünfzehn Jahre habe ich bei öfteren Besuchen in UK viele O Gauge Bausätze gekauft. Ich wusste, irgendwann brauche ich sie. Und jetzt geht es daran, einen nach den anderen zusammen zu bauen.
Inzwischen gibt es auch einen Kunststoffbausatz von Peco in 7 mm, Artikelnummer LK-760. Der lässt sich wahrscheinlich leichter zusammen zu bauen. Aber den Langley-Kit hatte ich nunmal schon da.
Boden, Dach und das Telephonregal sind aus Weissmetall. sonst geätztes Messing.
Zum Falten hat sich die Biegevorrichtung wieder gut bewährt.
Dach und Boden habe ich als Schablone genommen und die vier Wände aufgrund besserer Stabilität an der Seite zusammnen gelötet.
Ebenfalls den Kranz mit der Beschriftung, auch an einer Ecke verlötet.
Für die Rückwand gibt es zwei verschiedene Gussteile, eines mit dem ersten Apparat von 1936, das andere mit einen Telephon ab 1959. Ich habe die frühere Variante gewählt, weil diese bis in die 70er Jahre verwendet wurde.
Die Einzelteile der Rückwand habe ich farblich adgesetzt.
Die Telefonbücher hatten unterschiedliche Farben. Rot war Werbung, blau öffentliche Einrichtungen, gelb für Firmen und Geschäfte, grau die privaten Teilnehmer.
Weil bei meinem entstehenden O gauge Layout alles beleuchtet werden soll, habe ich in das Dach eine kleine LED-Platine eingebaut.
Die Verglasung wird mit einem als U abgewinkelten klaren Plastikstreifen gestaltet. Durch Klemmwirkung hält es sich selber, so braucht man nicht kleben.
Anschliessend erfolgte Farbgebung und Zusammenbau.
Damit die Drähte nicht lose im Innenraum herum hängen, habe ich ein zweiteiliges Führungsrohr an der rechten Seite der Rückwand angelötet und die Leitungen durchgezogen.
Ebenfalls wurde ein Loch in die Bodenplatte zur Durchführung der Drähte gebohrt. Ich hatte keine passende rote Farbe in der Spraydose da. Also mit Pinsel. Das sieht ein wenig ungleichmässig aus. Die Kamera entlarvt jede Fehlstelle. Glücklicherweise ist das menschliche Auge nicht so scharf.
Zusammengebaut und beleuchtet sieht es in echt nicht so glänzend und durchaus brauchbar aus. Für die "Telephon"-Beschriftung muss ich mal schauen, ob ich passende Abziehbilder bekomme, die ich darüber kleben kann.
Also erst einmal weggepackt und kann dann für die Ausgestaltung von "Gillmor Abbas" verwendet werden.